Das Campiner-Huhn stammt aus Antwerpen in Belgien und wird seit mehreren Jahrhunderten gezüchtet, ursprünglich wegen ihrer weißschaligen Eier. Die ersten Campiner kamen im 19. Jahrhundert nach Großbritannien. Sie sind dem belgischen Brakel sehr ähnlich, abgesehen von der Größe, das Brakel-Huhn ist größer. Das englische oder Standard-Campiner-Huhn, das wir heute kennen, ist eine Mischung aus zwei belgischen Unterarten, wobei das Gefieder der Hähne und Hennen gleich gezeichnet ist.
Das Campiner-Huhn ist lebhaft und fühlt sich in der Freilandhaltung am wohlsten. Die Vögel sind sehr wachsam und neugierig. Manche sind eher wild, andere wiederum sehr freundlich.
Diese wunderschönen Vögel gibt es in zwei Farbenschlägen: gold gesäumt und silber gesäumt. Körper, Flügel und Schwanz des goldenen Campiners sind schwarz mit dunklen orange- und goldfarbenen Streifen. Der Hals ist auffallend gebrannt orange. Sie haben reinweiße Ohrscheiben, die Läufe sind schieferblau. Das Campiner-Huhn ist klein und hat dichtes Gefieder. Es wird überwiegend zu Ausstellungszwecken gezüchtet, obwohl es auch eine recht gute Anzahl mittelgroßer weißer Eier legt. Die Hennen haben keinen besonders ausgeprägten Brutinstinkt. Die Rasse verträgt Kälte nicht besonders gut; insbesondere die Kämme sind frostempfindlich.
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