Das Lakenfelder entwickelte sich vermutlich bereits um 1830 herum in Westfalen. Der Name ist jedoch holländischen Ursprungs und soll „Schatten auf einem Laken“ bedeuten, womit das auffällige schwarz-weiße Gefieder gemeint ist. Es gibt auch eine Zwerg-Version und eine blaue Variante, die in den Niederlanden erzüchtet wurde und von dort nach Großbritannien gelangte. Die Rasse hat einen mittelgroßen Einfachkamm, weiße, mandelförmige Ohrscheiben und orangerote Augen. Die unbefiederten Läufe sind schieferblau und haben vier Zehen. Die leicht gebaute Rasse hat einen länglichen Körper mit hoch getragenem Schwanz. Es ist eine sehr gute Nutzrasse mit weißer Haut und voller Brust. In den Vereinigten Staaten sind die Vögel selten, erregen jedoch immer Aufmerksamkeit.
Es sind recht kleine Vögel mit guter Legeleistung; sie legen überwiegend weiße und hin und wieder auch leicht getönte Eier. Die Hennen sind keine guten Brüterinnen. Außerdem sind sie ziemlich wild und können 2,50 Meter hoch fliegen; man braucht also Zäune in entsprechender Höhe, wenn man sie am Ausbrechen hindern will. Die Küken sind frohwüchsig und reifen schnell; ihr charakteristisches Gefieder erhalten sie jedoch erst nach der dritten Mauser. Es sind selbstsichere, robuste Vögel, die menschliche Nähe meiden. Sie gewöhnen sich zwar an die Gehegehaltung, fühlen sich in Freilandhaltung aber viel wohler. Hähne wiegen ca. 2,5 kg, Hennen 1,5 bis 2 kg.
Das Lakenfelder gibt es nur mit weißem Rumpfgefieder; Kopf, Halsbehang und Schwanz sind schwarz.
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