Für Hühner giftige Pflanzen und Futter

Hühner werden die meisten Sachen essen, die Sie ihnen geben. Sie lieben Leckerbissen aus der Küche und streifen auf der Suche nach Pflanzen, Käfern und saftigen Würmern sehr gerne im Garten herum. Jedoch gibt es ein paar Pflanzen und Futter, die Krankheiten verursachen können oder für eine hungrige Henne tödlich sind.


Eine Hennenschar frisst im Garten
Eine Hennenschar frisst im Garten

Unten finden Sie eine Liste mit Futter, das Sie nicht Ihren Hühnern zu fressen geben sollten.


  • Pflanzen, die zu den Nachtschattengewächsen gehören - Arten der Nachtschattengewächse schließen die Kartoffel, Tomate und Aubergine mit ein. Solanaceae ist der lateinische Name dieser Pflanzen, da sie einen Inhaltsstoff namens Solanin enthalten. Dieser ist für Hühner giftig. Solanin kann jedoch durch das Kochen der Pflanze zerstört werden. Daher sind also grundsätzlich alle gekochten Kartoffel oder Tomaten für Ihre Hühner in Ordnung. Wenn Sie besorgt sind, dann ist es besser, diese Pflanzen nicht an Ihre Hühner zu verfüttern.

  • Zwiebeln - Wenn sie in großen Mengen verfüttern werden, dann können Zwiebeln Blutarmut oder Gelbsucht verursachen und manchmal sogar tödlich sein. Der Grund dafür besteht darin, dass sie Thiosulfate enthalten, die die roten Blutkörperchen zerstören.

  • Avocados - Sie enthalten giftiges Persin, was mit Herzmuskelnekrose in Verbindung gebracht wurde. Das Herzmuskelgewebe stirbt ab und das Herz hört auf zu arbeiten.

  • Apfelsamen - Die Samen enthalten Blausäure, was für Hühner tödlich sein kann. Jeder andere Bestandteil des Apfels ist in Ordnung. Wenn Sie ihnen also Äpfel geben, dann gehen Sie sicher, dass sie ohne Samen sind.

  • Zitrusfrüchte - Sie bringen Ihre Hühner wahrscheinlich nicht um, verursachen aber einen Rückgang der Eierproduktion. Die Fütterung in Maßen ist aber okay.

  • Getrocknete und rohe Bohnen - Ungekochte Bohnen enthalten Hämagglutinin, was für Ihre Hühner giftig sein kann. Gekochte Bohnen sind aber in Ordnung.

  • Schokolade und andere Süßigkeiten - Schokolade enthält den Giftstoff Theobromin, was zu der Gruppe der Methylxanthine gehört. Wie auch zu viel Zucker für Menschen schlecht ist, kann auch zu viel Zucker bei Hühnern zu Übergewicht führen, was die Eierproduktion negativ beeinflusst.

  • Salziges Essen - Hühner können eine Kochsalzvergiftung erleiden, da sie für gewöhnlich nicht viel Salz zu sich nehmen.

  • Verschimmeltes Essen - Es sollte niemals an Hühner verfüttert werden, da der Schimmel zu Krankheiten führen und auch tödlich sein kann. Überreifes, schrumpeliges Gemüse oder altes Brot sind in Ordnung, so lange kein Schimmel vorhanden ist.

Wenn Sie Leckerbissen wie Brot, Müsli und Nudeln verfüttern, dann seien Sie damit recht sparsam, da dieses Futter nur einen geringen Nährwert hat und dazu führen kann, dass Ihre Hühner übergewichtig sind. Milcherzeugnisse und zu viel Eisbergsalat kann zu Durchfall führen und sollten daher nur in Maßen verfüttert werden.


Giftige Gartenpflanzen

Es gibt einige Gartenpflanzen, die für Ihre Hühner giftig sind. Ihre Hühner werden gewöhnlich schon von selbst von ihnen fern bleiben, da sie für sie nicht sonderlich gut schmecken. Jedoch ist es ganz gut, sicher zu gehen, dass Ihre Hühner keinen Zugang zu diesen Pflanzen haben. Unten finden Sie eine Liste an Gartenpflanzen, die für Ihre Hühner giftig sind.

  • Ackerkraut
  • Carolina-Nachtschatten
  • Christuspalme
  • Efeu
  • Eibe
  • Farn
  • Farnkraut
  • Fingerhut
  • Goldregen (Samen)
  • Gundelrebe
  • Hortensie
  • Hyazinthe
  • Johanniskraut
  • Kanadische Blutwurz
  • Krauser Ampfer
  • Maiglöckchen
  • Meerrettich
  • Nachtschatten (Schwarze Tollkirsche)
  • Palmer-Fuchsschwanz
  • Rhododendron
  • Rittersporn
  • Rosskastanie
  • Schierling
  • Tulpe
  • Wandelröschen
  • Wasserschierling
  • Zaunrübe


Verwandte Produkte

Kundenbilder

Kommentare

Lise, 2 August 2019

Kann man den Hùhnern Giersch verfùttern?


Susanne, 15 February 2019

Wie sieht das Verfüttern von Mangold aus?


Viktoria, 13 September 2018

Ich möchte noch etwas zu den Tomaten anmerken. Reife Tomaten sind in keiner Weise schädlich, auch nicht roh. Allerdings sollte in jedem Fall die Schale abgezogen werden. Einerseits können sich dort bei gekauften Tomaten Pestizide ablagern und anderersets ist die Haut (wie bei Äpfeln und ähnlichem) insofern gefährlich, weil sie sich an die Schlund- und Magenwände anlegen kann. Das kennt sicher jedr selbst, wen sich im Mund, meist weiter hinten, ein Stück Schale festlegt. Vorsicht ist in jedem Fall bei Leinsamen geboten. Dieser enthält nicht nur extrem viel Blausäure, sondern reichert auch Cadmium aus dem Boden an.


Viktoria, 13 September 2018

Bei Ampfer gilt generell, je mehr Rot umso mehr Oxalsäure enthält er. Diese ist in jedem Fall schädlich, auch für den Menschen. Von Ampfer sollten auch nur junge Blätter bzw. vor der Blüte konsumiert werden. In jedem Fall sollte man Hahnenfußgewächse niemals füttern. Hat ein Huhn selbst die Auswahlmögichkeit, wird es eher selten zu schädlichen Pflanzen greifen. Füttern sollte man allerdings ausschließlich als gesund bekannte Pfalnzen, z.B. Löwenzahn, Rot- bzw. Weißklee, Melde, Spitzwegerich, Brennessel, Kapuzinerkresse ugdl.. Vogelmiere ist zwar ab und zu recht gesund, doch ist diese in großen Mengen ebenfalls schädlich. Als Grünfutterersatz im Winter ist Endiviensalat die beste Wahl. Blattsalat kann zwar gegeben werden, doch sollte "Leckerbissen" bleiben. Wer die Möglichkeit hat ihn irgendwo anzubauen, vielleicht auch im Hühnerauslauf, das Grün des Hafers ist nicht nur gesund, sondern wird auch sehr gerne gefressen. Man kann ihn öfters "mähen", doch sollte er in etwa 2 bis 4 cm lange Stücke geschnitten werden. Auch getrocknet wird er gerne angenommen (Winter). Gekeimter Hafer ist nicht nur sehr gesund, sondern schmeckt auch gut, sollte dann aber täglich gegeben werden. Achtung, sobald Blättchen zu sehen sind, gilt er als Grüfutter. In Bezug auf Brot und anderen Fertigprodukten sollte (leider auch für Menschen) auf den extrem hohen Salzgehalt geachtet werden. Die enthaltenen Mengen sind bereits für den Menschen höchst bedenklich. Und Zierpflanzen gehlren nicht wirlich auf den Speiseplan von Hühnern. Übrigens, was für die Zwiebel gilt, trfft auch für Knoblauch zu. Besonders im Winter sollte man bei größeren Kämmen mit der Gabe von Zwiebel und Knoblauch vorsichtig sein, da es bei großer Kälte zuu Problemen führen kann.


Omlet, 2 July 2018

Da scheiden sich die Geister (bzw. Meinungen im Netz). Wir haben den Krausen Ampfer als für Hühner giftige Pflanzen gelistet. Der Rotampfer ist zwar nicht gelistet, aber da er zur selben Gattung gehört, würden wir es nicht riskieren. Wir haben allerdings auch schon gehört, dass diese Pflanze von vielen Hühnern einfach ignoriert wird. In keinem Fall sollten Sie große Mengen an die Hühner verfüttern.

Einen Kommentar schreiben

Erhalten Sie den Omlet Newsletter!

Schließen

Registrieren Sie sich jetzt und Sie erhalten alle Infos zu unseren Neuigkeiten, Angeboten und vieles mehr!